Anna Till

Stolpern: gegen ein Hindernis stoßen und aus dem Gleichgewicht geraten

In diesem Club suchen wir nach den Momenten des Alltags, in denen das Leben aus dem Ruder gerät. Vom einfachen Stolpern auf der Straße bis hin zu größeren Missgeschicken. In diesen meist kurzen Momenten entgleitet uns die Kontrolle und wir versuchen schnellstmöglich wieder in einen Normalzustand zurückzukehren, weil sie peinlich und unangenehm sind. Doch genau diese Momente wollen wir auf der Bühne vergrößern und mit anderen teilen.
Der Club richtet sich an Menschen von 9 bis 99 Jahren. Der Spaß an der Bewegung steht im Vordergrund. Gelenkigkeit spielt keine Rolle.

Entwicklung des Bühnenstücks Alles - Außer Kontrolle.

Alles - Außer Kontrolle
Das, was andere vermeiden wollen, nämlich auf der Bühne, in der Öffentlichkeit zu stolpern, fordern wir heraus. Wir nutzen die kleinen Unebenheiten, die gedankenvergessenen Momente und die unerwarteten Begegnungen, um in eine neue Situation zu stolpern. Wir geben die Kontrolle ab!
Der Club der stolpernden Bürger stolpert mit Händen und Füßen durch den Raum und teilt mit dem Publikum seine Stolpererfahrung:
 
„Worüber ich gestolpert bin, ist meine Zukunft – nach dem Studium. Was kommt jobtechnisch auf mich zu? Wo werde ich landen?“
„Wenn ich irgendwelche Sprüche von meinen Mitmenschen höre – das versteh ich nicht und da stolper’ ich immer wieder drüber.“
„Ich bin schon sehr oft gestolpert und hab mir schon sehr viele Schrammen geholt.“
„Treppen runterfallen – so richtig auf den Hintern – oder wahlweise auch Treppen hochfliegen.“
„Ans physische Stolpern kann ich mich nicht erinnern.“
„Ich merke, dass ich ins Stolpern komme, selbst wenn es darum geht zu formulieren, warum ich da ins Stolpern komme.“