Anna Till

Maputo trifft Dresden: Die Tänzerinnen und Chorografinnen Katia Manjate (Maputo) und Anna Till (Dresden) nehmen ihre verschiedenen Lebensrealitäten zum Ausgangspunkt ihrer ersten Zusammenarbeit. Gemeinsam mit den Musikern Johannes Till (DE) und Jorge Domingos (MOZ) und dramaturgisch begleitet durch Panaibra Canda (MOZ) ensteht eine künstlerische Auseinandersetzung über die Frage nach der Bedeutung der Vermessung unseres Seins.

Ausgangspunkt ist das Interesse zweier Menschen aneinander, denen Geschlecht, Alter und Beruf gemeinsam sind, deren Lebensstil und Erfahrungen sich allerdings aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft stark unterscheiden. „life in numbers“ fragt nach der Relevanz statistischer Vergleichbarkeit: Was können Zahlen über Identität und Lebensqualität aussagen? Können sie tatsächlich alles repräsentieren?
Manjaté und Till reflektieren, wie Zahlen ihr Leben beeinflussen und hinterfragen die Kriterien, die verwendet werden, um Identität und Eigenheiten des Einzelnen durch statistische Erhebungen einzuordnen. Die Arbeit sucht die heikle Lücke zwischen einer in Zahlen dargestellten „offiziellen Wirklichkeit“ und einer durch die tägliche Erfahrung geformten „individuellen Wirklichkeit“ aufzudecken. Was erzählen Zahlen über uns und die Welt, in der wir leben? Auf welcher Grundlage kann man zwei Lebensrealitäten vergleichen?

Eine Begegnung, in der zwischen persönlicher Existenz und sozialer Realität Poesie entsteht. Verletzlich. Kraftvoll. Ehrlich.

Die Künstlerinnen trafen sich im Rahmen des Projekts „Shifting Realities“ in Dakar, Senegal (4.910 km von Dresden und 7.051 km von Maputo entfernt). “Life in Numbers” ist ihre erste gemeinsame Arbeit.


Maputo (Mozambique) meets Dresden (Germany): The two dancers and choreographers Katia Manjate (Maputo) and Anna Till (Dresden) use their different life realities as starting point for their artistic collaboration. Together with the musicians Johannes Till (DE) and Jorge Domingos (MOZ) and accompanied by dramaturge Panaibra Canda (MOZ) they created a dance piece which questions the relevance and possibilities to put life into numbers.

The creation is driven by the interest of two humans in each other who share the same gender, age and profession. Nevertheless, they are aware of the differences in their work and everyday life, one living in Mozambique, the other one in Germany.
"life in numbers" is based on research asking for the relevance of statistic comparability. What do numbers tell about identity and quality of life? Can numbers really represent everything?
In "life in numbers" the two performers reflect on how numbers influence their lives, and question the criteria that are used to classify the identity and characteristics of individuals through statistical investigation. They reveal the delicate gap between an "official reality" represented in numbers and an "individual reality" shaped by everyday experience. What do numbers tell about us and the world we are living in? On which basis do we compare each others lifes?

An encounter in which poetry emerges between personal existence and social reality. Vulnerable. Powerful. Honestly.

Katia Manjate and Anna Till met as part of the project "Shifting Realities" in Dakar, Senegal (3,803 miles from Dresden and 6,688 miles from Maputo.) "Life in Numbers" is their first joint work.