Anna Till

Wie endet ein Stück? Wie endet ein Bild? Mündet die dem Ende innewohnende Vergänglichkeit zwangsläufig in einen Stillstand? Fasziniert von den Erwartungen, die das Ende schüren, widmet Antje Pfundtner ihre neue Choreografie dem wohl spekulativsten Moment der Theatergeschichte: dem Ende eines Stückes.

Für das Trio Antje Pfundtner, Matthew Rogers und Anna Till ist eine Aufführung ein willkommener Anlass, um sich spielerisch der Vergänglichkeit von Zeit zu stellen: Sie wissen um ihre Unaufhaltsamkeit und halten erst recht die Augenblicke fest, die ein Ende ankündigen oder es erinnern. Für sie ist die Frage entscheidend, was eigentlich ein Ende kennzeichnet, wer es setzt und wohin es geht, wenn es vorbei ist.

„War es das schon?“ – Die Frage ist so kurz, dass man sie kaum gehört haben wird und dennoch ist sie dem Ende so nah, weil sie daran erinnert, was vor ihm war und nach ihm sein wird.


How does a piece end? Does transience necessarily end in a standstill? Fascinated by the varieties of closure, ending or stopping, the Hamburg choreographer Antje Pfundtner is devoting her new choreography to the short lifetime of performances and the ambiguities inherent in grand finales. In the choreography „ENDE“, three dancers’ steps are subject to a process of change that is defined by time: they develop in order to decay. However, deciding when things are over is left to the end – probably the most speculative moment in the history of theater. „ENDE“ is the beginning of a trilogy that is planned to last three years: Antje Pfundtner will review the end, the beginning and everything in between – step by step.